Ein Unternehmen der RHÖN-KLINIKUM AG
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Operationen bei Darmkrebs

Die Operation ist die wichtigste Behandlungsmethode bei Darmkrebs. Ziel ist es, den Tumor vollständig zu entfernen und – wenn möglich – eine Heilung zu erreichen.

Alle planbaren Darmkrebsoperationen werden in unserem Zentrum durch einen zertifizierten Darmkrebsoperateur mit hoher Qualifikation und langjähriger Erfahrung durchgeführt.

Dabei wird:

  • der betroffene Darmabschnitt entfernt
  • dazugehörige Lymphknoten entnommen (wichtig für die weitere Behandlung)

Wie wird operiert?

Da-Vinci Roboter

Da-Vinci Konsole

 

1. Klassische Operation (offen)

  • Bauchschnitt notwendig
  • Gute Übersicht für den Operateur
  • Wird heute seltener eingesetzt

2. Minimal-invasive Operation („Schlüssellochchirurgie“)

  • Mehrere kleine Schnitte
  • Kamera und feine Instrumente
  • Vorteile:
    • weniger Schmerzen
    • schnellere Erholung
    • kleinere Narben

3. Robotische Operation mit dem da Vinci Surgical System

Eine Weiterentwicklung der minimal-invasiven Chirurgie:

  • Der Operateur steuert einen Operationsroboter von einer Konsole aus
  • Sehr präzise Bewegungen (z. B. im engen Becken beim Mastdarm)
  • 3D-Sicht und hohe Beweglichkeit der Instrumente

Vorteile:

  • noch präzisere Operation
  • Schonung von Nerven (z. B. für Blasen- und Sexualfunktion)
  • besonders hilfreich bei Mastdarmkrebs

-> Wichtig: Der Roboter operiert nicht selbstständig, sondern wird vollständig vom Arzt gesteuert.

Die robotische Operation durch einen Darmkrebsoperateur ist in unserem Haus Standard.

Was passiert mit dem Darm danach?

Nach Entfernung des Tumors gibt es zwei Möglichkeiten:

Direkte Verbindung (Anastomose)

  • Die beiden Darmenden werden wieder zusammengenäht
  • Normaler Stuhlgang weiterhin möglich

Künstlicher Darmausgang (Stoma)

Manchmal ist vorübergehend oder dauerhaft ein künstlicher Darmausgang (Stoma) notwendig.

Warum?

  • Schutz der Nahtstelle im Darm
  • wenn keine sichere Verbindung möglich ist

Arten:

  • vorübergehend (häufig) → wird später zurückverlegt
  • dauerhaft (selten) → z. B. bei tief sitzendem Mastdarmtumor

Ein Stoma bedeutet eine große Umstellung, aber:

  • moderne Versorgungssysteme sind sehr sicher
  • spezialisierte Pflegekräfte (Stomatherapeuten) unterstützen intensiv. Bereits während des stationären Aufenthalts werden Sie durch unser erfahrenes Stomateam geschult und die weitere Versorgung nach Entlassung organisiert.

Welche Risiken gibt es?

Wie bei jeder Operation können Komplikationen auftreten. Insgesamt sind schwere Komplikationen selten, aber wichtig zu kennen:

Allgemeine Risiken

  • Blutungen
  • Infektionen
  • Wundheilungsstörungen
  • Thrombose oder Lungenembolie

Spezielle Risiken der Darmoperation

  • Undichtigkeit der Darmnaht (Anastomoseninsuffizienz)
  • Verletzung von Nachbarorganen
  • Vorübergehende Darmträgheit nach der OP

Mögliche langfristige Folgen

  • veränderter Stuhlgang (häufiger, weicher)
  • bei Mastdarm-OP:
    • Probleme mit Kontinenz
    • Blasen- oder Sexualfunktionsstörungen

Moderne Techniken (z. B. robotische Chirurgie) können helfen, diese Risiken zu reduzieren – ganz vermeiden lassen sie sich jedoch nicht.

Wie lange dauert die Erholung?

  • Krankenhausaufenthalt: meist 4–7 Tage, bei Komplikationen eventuell länger
  • frühzeitige Bewegung und Ernährung fördern die Heilung
  • Alle Patienten werden durch unser Fast-Track-Team – auch vor und nach dem stationären Aufenthalt - intensiv betreut und durch die gesamte Behandlung begleitet.